Als wir am Sonntag mit dem Auto nach Colmar gefahren sind, haben wir eine Burg oben auf dem steilsten Berg gesehen. Am Montag haben wir es besucht – le Chateau de Haut-Koenigsbourg. (Noch eine weitere schöne Mischung von französischen und deutschen Namen hier im Elsass.) Diese Burg hatte ein hartes Leben. Zuerst 1147 erwähnt, wurde es 1462 zerstört. (Es war jedoch vielleicht nicht so schlimm, weil die Burg von Raubrittern besetzt war.) 1479 wiederaufgebaut, wurde es 1633 während des Dreißigjährigen Krieges von den Schweden wieder zerstört. 1899 hat die Stadt die Burg an Kaiser Wilhelm II verschenkt.

Warum würde der Kaiser eine ganz zerstörte Burg wollen? Anscheinend, um eine Aussage über deutsche Macht zu machen – bis 1908 war sie komplett wiederhergestellt.



Die Kunstwerke waren alle interessant und einige hatten natürlich einen teutonischen Flair, besonders in der Halle des Kaisers.





Die Holzöfen aus Keramik haben mich fasziniert. Jeder hat Dutzende von detailreichen handgemachten Fliesen. Der mit dem angefügten Sitzplatz sieht super gemütlich aus.







Die Möbel und die Kanonen wurden auch beeindruckend verziert. Wer weiß, wie sie diese riesigen Kleiderschränke die Wendeltreppen hinaufgetragen haben – vielleicht in Teilen?







Auf Englisch veröffentlicht am 30.8.23